Gleitschirmfliegen

deine andere Art zu Reisen

FREIFLUG

Gleitschirmfliegen ist weitaus mehr als eine Luftsportart welche Ein – oder Zweisitzig betrieben werden kann. Durch die vielen Facetten und damit verbundenen Möglichkeiten bekommt der Begriff „Gleitschirmfliegen“ total unterschiedliche Gesichtspunkte und bietet in allen Möglichkeiten des Freiflugs oder auch in motorisierter Anwendung.

Stefan und Michael

Beginner

„Einfach und lautlos durch die Lüfte gleiten – dem Alltag so fern.“

Gleitschirme EN-A

Gleitschirme sind nicht nur in vier Kategorien EN-A, B, C und D unterteilt, sondern auch in weitere Untergruppen der jeweiligen Klasse. Somit eignen sich EN-A Gleitschirme mit ihrer Gruppierung* E1 und E2 vom Einsteiger bis zum Streckenflieger für ein sehr breites Pilotenfeld. Durch die aktuellen Technologien und Materialien bieten diese Schirme eine höchstmögliche passive Gerätesicherheit und sind zudem äußerst fehlerverzeihend – der perfekte Begleiter für die ersten Stunden eben.

Paraglieten

Gruppierung:
  • E1 – Gleitschirme die primär auf den Einsatz an Schulungshang ausgelegt sind und für den Einsteiger als erstes Fluggerät zum Einsatz kommen sollen. Sehr fehlerverzeihende Start- und Flugverhalten. Selbstständige Aufnahme des Normalflugzustandes nach jedem Manöver selbst bei grobem Überreagieren. 
  • E2 – Einsteigergeräte, die neben maximalen Sicherheitsreserven auch noch genügend Handling und Steigfreude für den Gebrauch in Thermik und Aufwindbändern besitzen ( als erster Schirm empfehlenswert). 

Erforderliche Skills / Erfahrungen:
Keine, aber etwas Talent und Verständnis für die Materie

ADVANCED

„Thermik – die Wunderzutat für Fliegen mit Sonnenkraft „

Paraglieten

Gleitschirme EN-B

EN-B Gleitschirme haben derzeit vermutlich weltweit den größten Marktanteil und werden deshalb von allen Herstellern jährlich mit Innovationen und Neuheiten versorgt. Derzeit ist diese Bandbreite vom sogenannten Low End B – Schirm bis zum universellen High End Stecken-Fluggerät in die Bereiche * i1 und i2 Intermediates unterteilt. Zu Beginn der Klassifizierung A B C und D wurden EN-B Gleitschirme noch als schulungstauglich propagiert. Durch die enorme Veränderung und Positionierung dieser Klasse hat sich dieser Gesichtspunkt klar und deutlich weg vom Erstschirm zum Thermik- und Streckenflieger entwickelt.

Gruppierung:
  •  i1 – Basisintermediates – Hohe Sicherheit und ausreichende Leistung für Thermik und erste Streckenflüge. Keine versteckten Macken, gute und ehrliche Sicherheitsreserven. Erforderliche Skills und Erfahrungen: Gelegenheitspiloten, Genusspiloten und Wenigflieger. Grundverständnis für die Materie, sicheres Starten, Thermikfliegen, Soaren und Landen ohne sich selbst und andere zu gefährden.

    Erforderliche Airtime: ab mindestens 30 Std / Jahr

  • i2 – Intermediates_ klare Leistungsausrichtung für Piloten, die regelmäßig in der Luft sind.
    Erforderliche Skills und Erfahrungen: In dieser Klasse ist bei Störungen aktives Eingreifen nötig! Nick- und Rollverhalten in starken Turbulenzen und Thermiken setzten teilweise beherztes Eingreifen voraus. Erfahrung bei Extremflugmanövern und / oder Streckenfliegen empfehlenswert!

    Erforderliche Airtime: ab mindestens 50 Std / Jahr

Cross Country

„Streckenfliegen – soweit Flügel einen tragen können“

Gleitschirme EN-C

Die Gruppe der C-Schirme gehört zu den Vielfliegerschirmen und ist geprägt von Dynamik und Schnelligkeit die Erfolgsklasse für alle die Spaß und Leistung an einem Gerät suchen. Jedoch ist der Aufstieg von der B Klasse auch mit wesentlichen Veränderungen und Anforderungen geprägt. Störungen werden deutlich früher eintreffen und vor allem deutlich heftiger ausfallen. Jedoch für leistungsorientierte Piloten mit einem gewissen langjährigem Erfahrungslevel und Flugkönnen kann diese Klasse das absolute non plus ultra darstellen. Der Bereich um die  Sportklasseschirme ist auch in S1 und S2 Kategorien * unterteilt.

Paraglieten

Gruppierung:
  • S1 – Ab Sportklasse S1 ist Leistung das Primärziel der Entwicklung. S1 Geräte sind vorwiegend Streckenfluggeräte für geübte Piloten, die viel fliegen.

    Erforderliche Skills / Erfahrung: Aktives Eingreifen bei Störungen ist ebenso eine Grundvoraussetzung wie umfangreiches Wissen und Erfahrung in den Bereichen Aerodynamik, Meteorologie und XC oder Akrobatik.

    Erforderliche Airtime:    ab mindestens 70 Std / Jahr

  • S2 – XC Schirme mit entsprechend hohen Pilotenanspruch. Erforderliche Skills / Erfahrungen: Für Piloten, die sehr viel fliegen, äußerst leistungsorientiert sind und dazu noch über überdurchschnittliches Talent verfügen.

    Erforderliche Airtime:    ab mindestens 100 Std / Jahr

COMPETITION

„Mit anderen um die Wette fliegen, dazulernen, neue Fluggebiete kennenlernen und Freunde finden – ist die wahre Aufgabe des Wettkampffliegens.“

Wettkampf ruft nicht bei allen Piloten immer höchstes Interesse hervor, abgesehen von den X-Alps. Dabei brachte und bringt die Competition sehr interessante Entwicklungen in unseren Sport. Neben absoluten Materialinnovationen und Komfort wird auch der Bereich Sicherheit immer wieder neu betrachtet.  Aktuelles Beispiel der Livetrackserver, die immer mehr auch von  Freizeitpiloten preisgünstig genutzt werden kommen ebenfalls direkt aus dem Wettkampf.

Paraglieten

Gleitschirme EN-D

Gleitschirme der Kategorie EN-D sind Fluggeräte mit sehr anspruchsvollem Flugverhalten und sehr heftigen Reaktionen auf Störungen und Turbulenzen. Sie geben dem Piloten geringen Spielraum für Fehler und die Rückkehr in den Normalflug erfordert einen präzisen Piloteneingriff. EN-D Gleitschirme werden von Piloten geflogen, welche über professionelles- und  langjähriges Wissen im Gleitschirmsport sowie der Gesamtmaterie des Gleitschirmfliegens verfügen. Diese Hochleisterklasse ist in die Bereiche H1 und H2 unterteilt!

Gruppierung:
  • H1 – Hochleister für XC und Wettkampf
    Erforderliche Skills / Erfahrungen:  Für Piloten, die jede Möglichkeit nutzten in die Luft zu kommen.
    Erforderliche Airtime:  ab mindestens 120 Std / Jahr
  • H2 – Anspruchsvoller Hochleister für XC und Wettkampf

    Erforderliche Skills / Erfahrungen:   Für überaus erfahrene Piloten, die herausragendes Talent und extrem viel Flugpraxis aufweisen.
    Erforderliche Airtime:  ab mindestens 150 Std / Jahr

CCC Gleitschirme

Die Rubrik * CCC – CIVL Competition Class,  ist eine Unterkategorie der EN-D Klassifizierung und  reine Wettkampfschirme. Diese Regelung erfolgte von kurzer Zeit und hat den primären Gedanken das gesamte Wettbewerbsumfeld fairer und vergleichbarer zu gestalten. Für die Teilnahme an einem Wettkampf muss jeder Gleitschirm normiert sein und muss folgende Kriterien erfüllen:

    • Maximalstreckung von 7,9

 

  • Maximalabstand von 18cm Vollbeschleunigt A Leine zu hinterstem Tragegurt

Zudem müssen die Tragegürte bauliche Begrenzer besitzen, die ein Überziehen des Beschleunigers verhindern. Die kleinsten dieser Hochleistungsschirme eines Herstellers dürfen bis maximal 100 Kilogramm belastet werden.

Gruppierung:
  • CCC – reinrassige Wettkampfschirme
    Erforderliche Skills / Erfahrungen:           Wettkampf oder Profipilot

HIKE & FLY_

„Pure Freiheit und reines Abenteuer für Piloten, die mit Leichtigkeit auf den Bergen unterwegs sind!“

Hike & Fly bedeutet pure Freiheit und reines Abenteuer für Piloten, die mit Leichtigkeit auf den Bergen unterwegs sind! Fernab von Massentourismus ist es vor allem die Kombination aus Gleitschirmfliegen, Wandern, Klettern, Abenteuer und purer Natur welche die Herausforderung am Hike & Fly zeigt. Wandern und Fliegen erhalten in letzter Zeit einen gewissen Hype, was sicherlich mit der Existenz der neuen Leichtmaterialien und damit verbundenen Entwicklungen zusammenhängt. Unterteilt wird hier in die wesentlichen Bereiche der knieschonenden Abstiegshilfe, Streckenflug für Piloten mit gewissem Fitnessgedanken oder der reine Wettkampfgedanke um das Thema X Alps. Für jeder dieser Kategorien wurden in den letzten Jahren spezielle Produkte mit neuen Anforderungen an Material und Piloten entwickelt. 

Paraglieten

Gruppierung:
  • HIKE & FLY  Singleskins_Der Trend geht weiter! Nicht nur, dass jeder Gleitschirmhersteller zumindest einen dezidierten Leichtschirm im Programm hat, auch die „normalen“ Gleitschirme werden im leichter! 
  • HIKE & FLY Leichtschirme_ Der Trend nach Leichtschirmen ist ungebrochen. Ein kleines Packmaß, einfacheres Aufziehen, direkteres Handling und ein besseres Gefühl für die Luftbewegungen sind nur einige Vorteile der Leichtschirme. Sie sind schon längst nicht mehr nur für reine Bergsteiger interessant. Viele Hersteller haben in den letzten Jahren begonnen die Produktpalette in Standard- und Leichtausführung zu gestalten. Dies erfordert jedoch für Händler und Hersteller einen größeren Umlauf von Testern und Lagerpositionen. Seit 2018 hat sich der neue Trend Richtung SEMILIGHT als Mittelweg als ideale Lösung gezeigt.
  • HIKE & FLY_ Leichtschirme XC & Wettkampf_ Liebhaber von kurzen Hike & Fly Ausflügen nach getaner Arbeit oder auch X-Alps Nachahmer, die mit einer Minimalausrüstung wandern, fliegen und biwakieren wollen, kommen ebenfalls auf ihre Kosten.

TANDEM

„Tandem sind speziell für den Transport von zwei Personen mit einem Gleitschirm entwickelt worden.“

Paraglieten

Zur Klassifizierung sind es fast nur EN-B Schirme und ca. doppelt so groß wie ein Soloschirm. Der mögliche Gewichtsbereich  geht von 140 kg bis 220 kg. Ob gewerblich oder privat genutzt – ein Tandemschirm eignet sich für Piloten mit Tandemlizenz, die Spaß am Fliegen zu zweit haben.

Vor allem in den letzten Jahren ist auch der Trend der Leichtmaterialien in die Tandemrubrik eingekehrt. Die frühen Ungetümer mit Eigengewichten von knapp 10 kg sind absolute Vergangenheit. Auch im Einseglerbereich gibt es mittlerweile Fabrikate für die Doppelsitzernutzung mit erstaunlichen Flugverhalten und Leistung.

Gruppierung:
  • Tandemschirme haben sich in den letzten Jahren vor allem im Gesamtpacket Handling, Gewicht, Leistung und Dynamik deutlich untereinander differenziert. Grundsätzlich ist es Versicherungstechnisch notwendig alle gewerblichen Tandems mit max EN B Zertifizierung zu entwickeln. Um ein Gesamtpacket zu erhalten gibt es die verbreiteten Modelle meist in 2 Größen mit 39m2 und 42m2. Auch sind ab 2008 bei allen gewerblichen Modellen Trimmer als Beschleuniger am Tragegurt positioniert.

Freestyle & Akro

„Für das spezielle Fliegen akrobatischer Figuren.“

Für das spezielle Fliegen akrobatischer Figuren wurden in den letzten Jahren spezielle Profile als sogenannte Akroschirme entwickelt. Sie sind wesentlich kleiner und haben eine bewusst stark reduzierte Pendelstabilität. Diese Skills in Kombinatin mit punktuellen Kappenverstärkungen durch Stäbchen sind Manöver wie Infinity-Tumbling erst möglich geworden. Die verwendeten Gurtzeuge verfügen meist über ein zweites Rettungssystem. In letzter Zeit hat sich hier ein Trennsystem mit Basefallschirm als Hauptreserve sehr erfolgreich integriert.

Jedoch ist die Form des Akrofliegens wie die Bereiche Paramotor oder Miniwings als erweiterte Form des Gleitschirmfliegens zu sehen und erfordert die grundlegenden Skills sowie Erfahrungen des herkömmlichen Gleitschirmfliegens als absolute Basisgrundlage.

Paraglieten

Gruppierung:
  • Freestyler: Hier geht es meist um die Einstiegsmodelle des Kunstfluges. Hier kommen vor allem Größen zwischen 18-22m2 mit teilweise EN C oder D Klassifizierung zum Einsatz.
  • Akro – Competition: Sind reine high End Akroflügel die ausschließlich für diesen Einsatz entwickelt wurde. Der Trend im Wettkampf der letzten Jahre zeigt mittlerweile Größen von 14-16m2 ohne Gütesiegelzertifizierung.